Heilverfahren
Klassische Homöopathie

Sechs Falschannahmen zur Homöopathie

Homöopathie hilft nur wenn man daran glaubt

Mit Homöopathie werden auch Tiere, Säuglinge und Bewusstlose erfolgreich behandelt. Sinnigerweise wird jedermann erst durch die selbst- oder miterlebte Erfahrung einer Heilung an die Homöopathie zu glauben beginnen. Dieser Erfahrung muß man sich allerdings zuerst aussetzen.



Homöopathie und Naturheilverfahren sind das gleiche


Homöopathie ist eine eigenständige medizinische Therapieform, die von dem deutschen Arzt Samuel Hahnemann begründet wurde, nachdem er in einem Selbstversuch das Ähnlichkeitsprinzip (wieder)- entdeckt hatte. Die von ihm bezeichnete Ähnlichkeitsregel „ Similia similibus currentur“ – Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden – bezeichnet die Grundlage des homöopathischen Prinzips.



Homöopathisch bedeutet verdünnte oder gering dosierte Arzneimittel

Homöopathische Arzneimittel werden aus verschiedenen Gründen meistens in starker Verdünnung und nach einem besonderen Verfahren verrieben oder verschüttelt ( potenziert ) verwendet. Der Begriff wird von Laien aber auch von manchen Ärzten fälschlicherweise benutzt, wenn gering dosierte oder pflanzliche Mittel gemeint sind.



Homöopathie hilft nur bei geringfügigen Beschwerden nicht aber bei schweren Erkrankungen


Die Homöopathie hilft grundsätzlich bei allen heilbaren (auch bei von der Schulmedizin als unheilbar angesehenen) Erkrankungen. Das Zitat : "Es gibt keine Grenzen der Homöopathie, sondern nur begrenzte Homöopathen" (Otto Eichelberger), bezeichnet etwas pointiert, dass ein Homöopathischer Arzt, je erfahrener er ist, desto sicherer das passende Mittel in richtiger Potenz, Dosierung und Einnahmeintervall finden wird.



Homöopathie hat keine Nebenwirkungen und man kann mit ihr nichts falsch machen


Jeder ehrliche Homöopath wird zugeben, dass er gerade zu Beginn seines ärztlichen Handelns Fehler in der Behandlung gemacht hat. Auch die  Selbstbehandlung mit Homöopathika kann Krankheiten u. U. verschlimmern.
Hahnemann schreibt dazu in § 276 seines Organons. Aus diesem Grunde schadet eine Arznei, wenn sie dem Krankheitsfalle auch homöopathisch angemessen war, in jeder allzu großen Gabe und in starken Dosen um so mehr, je homöopathischer und in je höherer Potenz (215) sie gewählt war… Allzu große Gaben einer treffend homöopathisch gewählten Arznei und vorzüglich eine öftere Wiederholung derselben, richten in d er Regel großes Unglück an. …aber er ist als dann stärker krank von der ganz ähnlichen, nur weit heftigern Arznei-Krankheit, welche höchst schwierig wieder zu tilgen.



Homöopathie ist sehr teuer


Einer neuen Studie zufolge ist eine homöopathische Therapie bei chronischen Schmerzen und Allergien nicht teurer als eine Konventionelle. Dies schreibt die "Ärzte Zeitung" in ihrem Artikel vom 26. September.

An der Studie der Charité in Berlin nahmen rund 500 Personen mit chronischen Kopf- oder Rückenschmerzen oder mit Allergien teil. Die Hälfte wurde homöopathisch behandelt, die andere Hälfte konventionell, so Dr. Claudia Witt der Charité.

Nach einem Jahr wurden anhand der Krankenkassen-Unterlagen die Therapiekosten summiert. Die Gesamtkosten beider Gruppen lagen nach Anpassung der Zahlen an die unterschiedliche Altersstruktur bei durchschnittlich 2000 Euro pro Patient. Ausgewirkt hat sich, dass den homöopathisch behandelten Patienten werniger konventionelle Arzneien verschrieben wurden.

Die Kosten-Nutzen-Analyse ist nur eine von mehreren Studien zur Homöopathie, die Dr. Witts Team in den letzten Jahren gemacht hat.


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